Wer bremst, verliert! Ab Release auf Spotify. That’s what I want.

Wer bremst, verliert. Streaming Spotify

Kennt ihr das? Ein neues Album wurde veröffentlicht, ihr geht auf Spotify und bekommt Alben aus dem Jahr 2012 präsentiert? Bestimmt und es nervt und ist in meinen Augen auch nicht mehr zeitgemäß. Mir ist schon klar warum Labels und Künstler das machen. Die Verkäufe gehen zurück und da will man so viel wie möglich mit physikalischen Tonträgern und Downloads bei iTunes, Amazon und Google Play verdienen.

Mal wieder denkt keiner an die Konsumenten und Fans. Also an uns. Ich habe einen Premium-Account bei Spotify und ich habe nicht viele Premiumkonten. Keine Sekunde denke ich über eine Kündigung nach. Spotify bietet mir etwas für mein Geld und somit zahle ich sehr gerne. Aber dieses Zurückhalten von neuen Releases nervt mich unglaublich.

„Aber die Einnahmen über Streaming sind doch so niedrig.“ Sie werden bestimmt nicht ansteigen, wenn ein Album erst zwölf Monate später auf Spotify (oder anderen Streaming Diensten) verfügbar sind. Spotify zahlt 70 % der Einnahmen an die Rechteinhaber aus. Der Rest geht an Spotify. Im Juni 2013 wurden mit einem Top 10 Album auf Spotify $ 145.000 pro Monat umgesetzt. Dieses Geld zahlt Spotify aus, kommt aber natürlich nicht komplett bei den Künstlern an. Je aktueller ein Album ist, um so öfter wird es auch auf Spotify abgespielt. Logisch. Aber Spotify ist böse und schadet der Musikbranche und deswegen wird es erst einmal zurückgehalten und kommt dann Monate später.

Aktuelle Alben = mehr Streams. Aktuelle Alben = attraktiveres Produkt. Aktuelle Alben = mehr Nutzer. Mehr Nutzer = mehr Streams.

Musikmarkt hat über den aktuellen Streaming-Rekord von Kollegah berichtet und hoffentlich haben möglichst viele aus der Musikbranche die Meldung registriert. Hätte er den Rekord gebrochen wenn sein Album erst sechs Monate späte bei Spotify gewesen wäre? Niemals. 3 Mio. Streams in 2 Tagen. Das bekommt man nur mit einem aktuellen Album hin, welches unmittelbar nach Release auch auf Spotify verfügbar ist.

Ähnlich wie bei Downlads wehrt sich die Musikindustrie gegen neue Entwicklungen. Obwohl „neu“ relativ ist. Es geht darum Entwicklungen zu bremsen. Aufhalten kann man sie nicht.

40 Mio. Nutzer hat Spotify und je umfangreicher und aktueller der Katalog ist, um so stärker wird Spotify wachsen. Wo wir wieder bei Wachstum = mehr Streams = mehr Ausschüttungen für Verlage und Künstler wären.

Beim Streaming geht es ja auch nicht nur um die Umsätze, sondern auch um die Effekte. Musikmarkt schreibt es ja selbst. „Beliebtheit beim streamenden Publikum dürfte auch seine Single-Chartsplatzierungen diese Woche erklären.“ Ach was!

Aber irgendwie ist es wieder typisch. Einige erkennen das Potenzial und nutzen die Möglichkeiten und andere arbeiten dagegen und verhalten sich wie Bremser.

Plattenverkäufe sind seit Jahren rückläufig und Downloads befanden sich auf der Überholspur. Jetzt befindet sich Streaming auf der Überholspur und Downloads werden sinken. Klingelts?

Wer bremst verliert!

Bildquelle Flickr: Fotograf – Adrian Pratt

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