Warum die re:publica zur IFA der Netzgemeinde werden sollte?

Über 6.000 Besucher waren dieses Jahr auf der re:publica. So viele wie noch nie. So groß wie noch nie. Dennoch finde ich, dass die größte Internetkonferenz noch viel größer werden müsste. Mir schwebt etwas wie eine IFA für die digitale Welt vor und wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahre ansehen, dann ist das auch nicht ausgeschlossen. Zumindest für den deutschsprachigen Raum.

Immer größer und trotzdem zu klein

republica - Besucherzahlen

 Quelle

Die Station in Berlin Kreuzberg ist eine riesige Location und trotzdem war sie in vielen Situation für den diesjährigen Andrang zu klein. Speziell in den kleineren Session-Räumen bekam man selten einen Platz und es galt entweder die Devise einen Platz zu reservieren, oder einfach sitzen zu bleiben. Vor Ort ist das natürlich etwas nervig, aber für die Entwicklung der re:publica ist das ideal.

Es werden so viele unterschiedliche Themen abgedeckt, das Interesse an Netzthemen steigt und wird „alltagstauglich“. Ein Ende ist nicht in Sicht und warum sollten es in fünf oder zehn Jahren nicht 20.000 Besucher sein. Oder 60.000? Das ist immer noch ein Stück von der IFA entfernt, 2013 waren es ca. 240.000. Natürlich besteht ein Unterschied bei den Tickerpreisen und die re:publica sieht sich als Klassentreffen der Netzgemeinde. Ich glaube nicht das dies so bleibt. Die Netzgemeinde wird Mainstream und genau wie man sich heute auf der IFA neue Smartphones und Smart TVs ansieht, wird man sich auch bald neue Apps und Technologien ansehen. Und das werden nicht nur „Fachbesucher“ machen, sondern auch die Internet-Normalos, die Tools und Apps einfach nur nutzen und sich für Netzthemen interessieren, ohne in diesem Bereich zu arbeiten, oder engagiert zu sein.

Je größer die re:republica wird, um so eher besteht auch die Gefahr, dass sich Besucher unter- bzw. überfordert fühlen. Es gibt immer diejenigen die schon alles wissen und sich gelangweilt fühlen. Mit steigenden Besucherzahlen sind aber eben auch immer mehr Personen dabei, die sich nicht jeden Tag mit dem Thema beschäftigen. Zumindest nicht mit der Intention wie wir es tun.

Nötige Abwechslung zum Marketing „Bla Bla“

Schon jetzt ist die re:publice eine willkommene und nötige Abwechslung zu den bekannten Online Marketing, Social Media und anderen Marketing Konferenzen. Die Perspektive der Sessions ist eine andere. Eine Perspektive die Marketing und Agentur Menschen nicht vollkommen vergessen dürfen. Es geht um das große Ganze und um das ganz Kleine. Nicht nur um irgendwelche Trends mit denen Conversions und Co. optimiert werden können. Um wieder zum IFA Vergleich zu kommen, wäre es vorstellbar, einen Konferenztag für Fachbesucher einzuführen. Hier können dann Apps einem Fachpublikum präsentiert und Deals abgeschlossen werden. Der Haupteil dreht sich aber um die Netzgemeinde. Also die Internetnutzer und – interessierten.

Wem die re:publica schon jetzt zu groß ist, der wird sich in den kommenden Jahren auf noch mehr Besucher und noch mehr Gedränge einstellen müssen. Und genau so muss es sein. Wäre es nicht noch besser, wenn Sascha Lobo mit seinem #Startrant noch mehr Menschen erreichen würde? Wenn sich noch mehr Internetnutzer mit Themen beschäftigen, die über Facebook und Twitter hinausgehen? Definitiv. Wenn die re:publica ein Pokemon wäre, dann hätte sie gerade den 2. Grad ihrer Entwicklung erreicht. Die dritte Entwicklungstufe steht uns bevor und ich freue mich darauf.

Und ein paar mehr Tweets können es auch noch werden. 🙂

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