Anti, Anti – Was mich an Facebook Marketing & Apps nervt

Bildquelle

Facebook ist für Unternehmen und das Marketing ein absoluter Glücksgriff. Es bieten sich Möglichkeiten, die keine Webseite, Suchmaschine oder Portal bieten können. Um so mehr bin ich davon genervt, wenn Unternehmen und Agenturen dies nicht verstehen und mit einfallslosen und platten Kampagne auf Erfolgssuche gehen.

Hierzu zählen die falschen  Ziele, schlecht geplante Applikationen, fehlerhaftes Monitoring und ein schlecht aufgestelltesCommunity-Management. Also quasi alle Bereiche, die für ein Unternehmen auf Facebookwichtig sind.

In ein paar Punkten werde ich nun einmal auflisten, was ich immer wieder sehe, beruflich und privat, und was mich besonders nervt.

Ziele:

  • Wir wollen XY Fans in drei Monaten erreichen. – Irrelevant, da die Zahl keine Aussage hat. Ich kenne Seiten, die haben 500.000 Fans und die Interaktion ist geringer, als auf Seiten mit 5.000.
  • Unternehmen XY will mehr Fans als sein Wettbewerber haben – Irrelevant und reine PR-Denke. Wie oft muss man eigentlich noch betonen, dass die Qualität und nicht die Anzahl von Fans entscheidend ist. Bestes negativ Beispiel ist die Facebook Seite von Starbucks Deutschland oder Paypal. Hier passiert, verglichen mit der Fanzahl, überhaupt nichts.
  • Wir wollen auf Facebook mehr Umsatz generieren – Prinzipiell kann man hier nichts dagegen sagen, aber wie Unternehmen dieses Ziel oft verfolgen, stellt das Problem dar.

Applikationen:

  • Formularfelder mit Pflichtfeldern – Unnötig, denn über die Facebook API können alle relevanten Informationen abgefragt werden.
  • Werde Fan und Gewinne ein iPad oder iPhone oder sonst etwas – Unnötig, denn die App an sich sollte Nutzer dazu bewegen sie zu verwenden und nicht der Gewinn. Sehr schön (Ironie!!!) ist auch immer das Prinzip alle Gewinnen. Ergebnis hiervon ist, dass man zwar Reichweite aufbaut, diese Reichweite aber von keinem Nutzen ist, da sich die Nutzer keinen Deut für die Marke interessieren, sondern nur für den Gewinn. So passiert es, dass ein Produkt für Frauen, auf einmal einen Fananteil von 55 % Männern hat. Wirklich sehr produktiv.
  • Automatisch veröffentlichte Publishing Dialoge und E-Mails –  Nutzer interessieren sich in ihrem Feed nicht für platte Marketingbotschaften und schon lange nicht für nervige Werbe-Emails. Hört auf damit! Eure „KUNDEN“ werden es euch danken!
  • Fan-Gate um jeden Preis –  Was wollen Unternehmen erreichen? Fans oder Nutzer der App? Logischerweise Nutzer der App, die wenn die App gut ist, automatisch zu Fans werden. Die App entscheidet und nicht das Fan-Gate.

Monitoring:

  • Unser einziges Monitoring besteht aus der Entwicklung der Fanzahlen – Prinzipiell das Gleiche, wie wenn Facebook, Twitter und Google+ nur die registrierten Nutzer beobachten würden. Interaktion und Nutzeraktivität sind die entscheidenden Faktoren.
  • Unser einziges Monitoring besteht aus dem Vergleich zu unseren Wettbewerbern – Wettbewerber XY hat 100.000 Fans und wir nur 40.000…na und! Wie beim ersten Punkt sind die Dialoge und die Interaktion entscheidend und nicht die Fanzahl des Wettbewerbers. Bitte weg von der PR Denkweise.

Community-Management:

  • Fragen und Kommentare werden grundsätzlich nicht beantwortet. – Warum auch, es sind ja nur unsere Kunden. Warum sollten wir ihnen helfen…
  • Standardantworten auf sämtliche Fragen –  Wir erkundigen uns beim Support…Langweilig und nervig. Der Support muss in die Facebook Seite involviert sein und unmittelbar antworten und Hilfestellungen geben.
  • Jeder Woche die gleichen Beiträge – Schönes Wochenende. Wo feiert ihr am Wochenende? Wies startet ihr in die Woche? Wie viele Facebook Seiten gibt es, auf denen jede Woche die gleichen Beiträge gepostet werden. Problem ist nicht nur, dass diese Beiträge regelmäßig auf einer Seite, sondern auf unzähligen Seiten erscheinen. Da brauchen sich Marken nicht zu wundern, dass die Kommentare und Interaktionen ausbleiben.
  • Marketing und Werbebotschaften in Beiträgen – Nutzer sind in sozialen Netzwerken, weil sie diese Botschaften nicht hören wollen. Also bitte verschont eure Nutzer mit diesen Beiträgen, dass Ergebnis wird genau das sein, was ihr mit euren Marketing-Meldungen erreichen möchtet.

Ich weiß, meckern ist einfach, aber das musste einmal sein.

Ich bin auch „Nutzer“ und wie sich einige Unternehmen auf Facebook verhalten, nervt einfach und führt genau zum Gegenteil, was die Unternehmen bezwecken. Viele von den Punkten sind mit etwas mehr Engagement und Verständnis für die Kunden und soziale Netzwerke, auch sehr schnell zu ändern. Also, auf geht’s!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s